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5. Mai: Der Protesttag für die Gleichberechtigung von Menschen mit Be­hin­derung

Auf die Situation von Menschen mit Be­hin­derung in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Be­hin­derung.

Jedes Jahr motivieren wir zum 5. Mai Aktivist*innen, junge Menschen und die, die in Schulen oder der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, sich vor Ort zu beteiligen und für eine inklusive Zukunft einzusetzen. Gemeinsam sensibilisieren wir für das Thema Inklusion und machen auf bestehende Missstände aufmerksam.

Worum geht es beim 5. Mai?

Seit 24 Jahren ver­anstalten Ver­bände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbst­hilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz ver­ankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.

Engagement bündeln, Aufmerksamkeit gewinnen

Entstanden ist der Protesttag 1992 auf Initiative des Ver­eins Selbst­bestimmt Leben, einer Interessenver­tretung von Menschen mit Be­hin­derung. Die Aktion Mensch hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Engagement rund um den 5. Mai zu bündeln. Ausgehend von der sozialpolitischen Lage entwickeln wir jedes Jahr ein übergreifendes Motto, unter das die Organisationen und Ver­bände ihre Ver­anstaltungen stellen können.

Passend zum jeweiligen Motto bieten wir den Teilnehmer*innen Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit an sowie Aktionspakete mit ver­schiedenen Anregungen und unterstützen Projekte auch finanziell. Durch dieses konsequente Engagement ist es den Aktivist*innen gelungen, über die Jahre immer mehr Aufmerksamkeit auf die Anliegen von Menschen mit Be­hin­derung zu lenken.

Gemeinsam für Gleichberechtigung starkmachen

Inzwischen ist der Protesttag nicht nur für sozialpolitisch engagierte Menschen ein fester Termin im Kalender. Das steigende Interesse belegen die Zahlen: Als die Aktion Mensch den Aktionstag 1998 zum ersten Mal unterstützt hat, gab es rund 100 Ver­anstaltungen – 2014 waren es rund 750.

Bei dieser Gelegenheit setzen sich die Ver­treter*innen der Behindertenhilfe und -selbst­hilfe gemeinsam für Fortschritte auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ein. Darüber hinaus gelingt es aber auch, immer mehr Bürger*innen dafür zu gewinnen, sich für die Rechte von Menschen mit Be­hin­derung zu engagieren und den Forderungen nach einer Gesellschaft für alle Menschen Nachdruck zu ver­leihen.

10 Jahre UN-Konvention

Vor 10 Jahren wurde das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Be­hin­derungen“ ratifiziert. Welche Vorgaben wurden bisher umsetzt, wie ist der aktuelle Stand in Deutschland und wofür sollten wir uns gemeinsam in Zukunft ver­stärkt einsetzen?

Die Kurzbilanz der Aktion Mensch finden Sie hier.

Quelle: Webseite der Aktion Mensch, www.aktion-mensch.de

Die UN-Konvention in Leichter Sprache gibt es hier.